10 Regeln für Ihren Werbetext und PR-Text.

Eigentlich eine einfache Textregel vom Werbetexter: Man schreibe kurz. Vor allem eben im Bereich Werbetext und PR-Text. Aber das hört sich jetzt leichter an, als es ist. Zumal wir alle das verkopfte Schreiben in Schule oder Universität gelernt haben. Nur wenn Sie sich geschickt mitteilen wollen, ist dies leider der falsche Weg – denn keiner wird ihre langgezogene und schwierig zu verstehende Uni-Schreibe lesen wollen. Außer vielleicht ihr alter Professor. Um als Werbetexter verständlich zu schreiben, ist diese Regel die Grundlage. Denn kurze Sätze kann unser Gehirn besser verarbeiten. Sie werden es nicht gerne hören, aber die Bildzeitung ist hier ein sehr gutes Vorbild. Lesen Sie also das Blatt doch einmal nach diesem Kriterium.

 

 

Die Regel: Prüfen Sie Ihren Werbetext oder PR-Text auf die Länge.

So, was Sie bis hierin gerade gelesen haben, hatte ca. 108 Wörter, die wiederum in 9 Sätze unterteilt waren. Wir kommen damit auf eine durchschnittliche Satzlänge von 9 Wörtern. Das ist übrigens eine recht gute Länge. Klar, Sätze dürfen auch länger werden. Aber achten Sie in Zukunft einfach auf die Satzlänge. Ihre Leser werden es Ihnen danken, indem Sie lesen, was Sie geschrieben haben.

 

 

1. Kurz

"Wer was zu sagen hat, hat keine Eile. Er läßt sich Zeit und sagt's in einer Zeile."

 

Erich Kästner

Stimmt schon: Text, Werbetext und PR-Text ist nicht ganz so einfach.


Das war aber schon die schlechte Nachricht und nun folgt die gute sogleich: Ja, es gibt Textregeln, welche zumindest alles einfacher machen. Genauer gesagt sind es hier 10 Textregeln für Ihren Werbetext und PR-Text.

Den einen oder anderen mag dies an die berühmten Zehn Gebote erinnern. Und ja, das kann schon sein, denn haben auch diese doch  Schlimmeres verhindert. Aber trotzdem, man könnte nun locker 20 weitere Regeln für Werbetexter, PR-Texter oder Webtexter dranhängen, nur wären diese dann lediglich Verfeinerungen. Wir beschränken uns hier also – und Sie können in Ruhe die Lektüre dieser wenigen Werbetext- und PR-Text-Regeln genießen. Viel Spaß!

Willkommen zur zweiten Regel für Werbetexter. Es klang schon im Kapitel zuvor „kurz“ an: Texte sollen einfach sein. Damit ist aber nicht gemeint, dass diese dumm oder primitiv werden, sondern eben gut verständlich. Die Arbeit liegt in solchen Fällen dann immer beim Autor, denn er muss sich die Mühe machen, einen Verhalt so zu beschreiben, dass diesen wirklich jeder sofort versteht.

 

Die Regel für Werbetext und PR-Text:
Nur ein einfacher Text kann Kompliziertes verdaulich darstellen und am Ende kann eben nur ein solcher echte Spannung erzeugen. Schauen Sie ruhig einmal in Ihrem Regal nach, wer von ihren Lieblingsbüchern kompliziert schrieb und wer nicht. Und wenn Sie ehrlich sind, dann sind es nicht nur die allgemein empfohlenen Klassiker.

 

 

2. Einfach

 

Ob Werbetexter oder nicht: Vertrauen Sie eher einem bekannten oder unbekannten Menschen? Nun, bis auf wenige Ausnahmen wohl dem ersteren. Nicht unähnlich ist es mit den Worten, wobei hierbei nochmals hinzu kommt, dass unser Verstand diese einfach leichter verarbeiten kann und damit sich mehr auf die Aussagen Ihres Textes konzentrieren kann.

 

Nun zur Regel für Ihren Werbetext oder PR-Text: Versuchen Sie nicht mit schwerfälligen oder lateinischen Wörtern zu imponieren, sondern drücken Sie sich gewählt und mit bekannten Wörtern aus.


3. Bekannte Wörter

Auch im Werbetext: Mit der Mode ist es so eine Sache. Besser gesagt, man bekommt diese sprachlich nicht richtig in den Griff. Sie können es daher auf „geile und hippe" Weise versuchen,  „cool" wird es meist nie. Es ist noch nicht einmal so, dass diese gerade genannten Wörter auch bald wieder aus der Mode kommen, sondern sie hören sich meist einfach lächerlich an.

 

Wir kommen zur Regel für Ihren Werbetext oder  PR-Text: Wenn Sie also etwa als Werbetexter im Auftrag einer Bank eine jugendliche Zielgruppe mit „hipper“ Wortsprache ansprechen wollen, dann wird Ihnen das kaum gelingen. Aus dem einfachen Grund: Die Zielgruppe erwartet von jener Bank keine anbiedernde Sprache, sondern eine erwachsene. Muss man mehr sagen? Eigentlich nicht, außer dass Sie getrost auch Wörter wie „flexibel" oder „innovativ" weniger verwenden sollten. Diese gelten als Klischee – nicht nur für Werbetexter.

 

 

 

4. Modewörter

Lieber verzichten auf:

  • Fett
  • Geil
  • Cool
  • Hochkarätig
  • Irgendwie
  • Klartext
  • Cool
  • Szene
  • Stress
  • Bereich
  • Krass
  • Angesagt
  • Innovativ
  • Neu

„Die Beachtung und Ausführung der hier untergebrachten Regeln ist anzustreben, denn durch deren Verwendung erreichen Sie eine Steigerung Ihrer Umsätze, womit sich letztlich Ihre Bilanz verbessern wird.“

 

Gut, so kann man es schreiben, wenn man ein Mensch vom alten Schlag ist oder auch eine Doktorarbeit schreibt. Nur, wenn man mit seinen Worten und Sätzen etwa im Internet als Werbetexter oder PR-Texter punkten will, dann sollte man aktiver schreiben, ohne dabei gleich banal zu werden. Besser wäre daher: „Ich schlage Ihnen vor, die hier versammelten Regeln anzuwenden, wodurch Sie eine Umsatzsteigerung erreichen werden."

 

Was macht die Alternative nun besser? Zum einen klingt sie nicht so gestelzt und darüber hinaus verwendet sie „aktive Verben“. Die Regel für Ihren Text: Lassen Sie als Werbetexter oder PR-Texter diese aktive Verben sprechen und machen Sie es sich und anderen nicht so kompliziert.

 

 

 

5. Aktive Verben

Oder noch viel mehr von Textdealer entdecken:

„Wenn Sie diese Regeln hier alle befolgen, welche ja wirklich einfach gehalten wurden, dann kommen wir nun an den nächsten Punkt, der nun für Komplexeres, was einige ja mögen, sorgen."

Macht diese Einleitung Sie hungrig nach mehr? Wahrscheinlich nicht. Sie werden es bemerkt haben, alles ist hier ineinander verschlungen. Sätze dieser Art nennt man Schachtelsätze und darin sind höhere Beamte und Juristen immer besser als Werbetexter.

 

Die Regel für Werbetext und PR-Text:

Vermeiden Sie Schachtelsätze, so gut Sie es können. Denn mit diesen Satzkonstruktionen beweisen Sie lediglich, das Thema noch nicht ganz durchdrungen zu haben. Anders gesagt: Schreiben ist leider Arbeit. Unterteilen Sie also komplizierte Sachverhalte in einfache Sätze. Mit der Zeit wird sich diese Übung auszahlen und Ihre Sätze bekommen mehr Fluss und Eleganz.

6. Kein Schachtelsatz

Jetzt Vorsicht: Denn diese einfach klingende Regel hat sich herumgesprochen. Leider macht dies die Arbeit eines Werbetexters doch noch kompliziert. Aber worum geht es? Man soll nicht ständig die gleichen Wörter benutzen, wenn möglich sollen sich die Hauptwörter und Verben in einem Absatz daher nicht wiederholen. Klingt einfach, ist es auch, leider aber so einfach, dass so mancher dem Autor das letzte "einfach" in diesem Absatz streichen würde – und hier liegt das Problem. Sind Wortwiederholungen vom Autor bewusst eingesetzt, dann sind diese als angenehme Sprachspiele auch willkommen und sorgen damit für den Charme eines Textes.

 

Wir kommen zur Regel in Sachen PR-Text und Werbetext:

Achten Sie als Werbetexter oder Webtexter darauf, dass sich Ihre Verben und Hauptwörter nicht so schnell wiederholen. Aber spielen Sie durchaus mit Wiederholungen, wenn diese intelligent und charmant sind. Ach so, das Spiel mit Wiederholungen gehört natürlich nicht in eine Pressemitteilung, weil es bei einer solchen darum geht, durch pure Information zu überzeugen.

7. Variationen

Die meisten Menschen sprechen mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 Wörtern pro Minute – und dies auch Werbetexter. Andererseits können wir in diesem Zeitraum bis zu 500 Wörter verarbeiten. Gerade bei der geschriebenen Sprache gilt es daher, den Leser nicht zu ermüden, sondern zu faszinieren. Dies erreichen Sie als Werbetexter, Webtexter oder PR-Texter vor allem durch einen ausgefeilten Sprachrhythmus, welcher Sätze nicht nur verbindet, sondern durch Spannungsbögen  in den Bann zieht.

 

Zur einfach Regel für Ihren Werbetext oder PR-Text:
Das Einfachste ist erst einmal, die Satzlängen zu variieren zum Beispiel auf zwei kurze Sätze einen langen folgen zu lassen. Ein wenig ist es wie bei der Musik, es geht um Taktgefühl und auch dieses kann man üben. Schauen Sie sich zum Beispiel die Satzfolgen von Patrick Süskind an und beobachten Sie, wie sich die Satzlängen ändern und sich dadurch angenehme Rhythmen entwickeln. Viel Spaß und Spannung bei der Lektüre.

8. Rhythmus

Zugegebenen: Die Regel, stets alles ins beste Licht zu setzen, bezieht sich nicht auf Romane und ist auch für Redakteure nicht ganz einwandfrei. Um so mehr zählt sie im Werbetext wie auch PR-Text. Hier wird sie allerdings nicht ganz so platt eingesetzt, wie man jetzt meinen könnte. Denn durchaus können Sie Autopannen, Krankheiten oder anderes Unheil durchaus erwähnen, aber am Ende zeigt der kluge Werbetexter immer die Lösungen auf und kehrt damit alles in Positive.


Für Werbetexter und PR-Texter gilt daher die Regel:

Wenn eine Uhr nicht ganz wasserdicht ist, betonen Sie einfach, dass dieses Produkt ein Wunderwerk der Mechanik ist und daher eben vor Feuchtigkeit zu schützen ist. Die Betonung liegt also immer auf den positiven Aspekten. Und wenn die Uhr dann lediglich bei fünf Meter Wassertiefe den Geist aufgibt, dann erzählen Sie etwas über Tauchgänge bis zu beachtlichen fünf Meter Tiefe. Also, nutzen Sie knifflige Probleme, um diese in etwas Positives umzulenken. Eigentlich eine gute Methode, nicht nur für Werbetexter und PR-Texter.

9. Positiv

Es sei gesagt: Der Trend geht nicht nur im Bereich Werbetext zu den einfachen Satzzeichen wie Punkt, Komma oder Gedankenstrich. Anderes wie das Semikolon und der Gedankenstrich mit Komma ist vom Aussterben bedroht – und das ist an sich nicht weiter schlimm. Immerhin kommen derzeit die sogenannten Smiley-Icons neu hinzu, welche vor allem in privaten E-Mails und SMS sich durchgesetzt haben.

Werbetexter oder nicht: Man kann zwar darüber streiten, ob dies nun waschechte Satzzeichen sind, denn ihre grammatischen Funktionen sind kaum vorhanden, aber das würde hier zu weit führen. Vor allem bleibt es abzuwarten, ob sich diese neuen Zeichen im Werbe- oder PR-Text durchsetzen werden.

 

Die Regel im Bereich Werbetext und PR-Text:

Ob Werbetexter oder nicht, setzen Sie also Satzzeichen bewusst ein. Nutzten Sie zum Beispiel auch den Doppelpunkt. Denn: Mit diesem kann man sehr gut für spannende Betonungen sorgen. Probieren Sie sich einfach am anderen Umgang mit Satzzeichen. Viel Spaß und Freude bei dieser Regel!

 

 

10. Satzzeichen